Warum langfristige Gesundheit nur durch Selbstfürsorge und Achtsamkeit zu erreichen ist


Wir leben in einer Welt, in der wir täglich Reizüberflutungen ausgesetzt sind (Smartphone, Computer, Lärm durch Maschinen und Autos etc.). Heutzutage hat  Logik und Wissenschaft einen so hohen Stellenwert, dass unsere Intuition dabei verloren geht und wir die Signale unseres Körpers gar nicht mehr wahrnehmen.

Wenn unserem Körper irgendetwas nicht passt, sagt er uns das. Stichwort „Achtsamkeit“. Nach der Aufnahme bestimmter Lebensmittel (auch vermeintlich gesunder Lebensmittel)  bekommen wir Bauchschmerzen, Blähungen oder schlimmere Symptome. Fehlt uns irgendein Makro- oder Mikronährstoff oder sind wir chronisch gestresst leiden wir unter Erschöpfung, Müdigkeit, Leistungsschwäche, Schlaflosigkeit usw.. Oft machen wir den Fehler diese Warnsignale des Körpers völlig zu ignorieren. Wir vertrauen nicht auf unsere somatische (körperliche) Intelligenz.

Unsere Bedürfnisse sind individuell ganz verschieden. Aufgrund dessen kann ein Ernährungsberater und Gesundheitscoach Dir zwar den Weg für eine allgemein optimale Ernährung weisen. Was individuell für Dich optimal ist, weiß jedoch nur Dein Körper selbst. Deswegen sind Anpassungen während einer Ernährungsumstellung von Nöten und somit das Stärken der Körperwahrnehmung essentiell.

Wie können wir aber nun diese Körperwahrnehmung schulen?

Erst einmal ist es wichtig zu wissen, dass sich alles was uns zur Ruhe kommen lässt positiv auf unsere Körperwahrnehmung auswirkt. Wichtig ist es deshalb bewusst zu essen. Setze Dich hin und nehme erst einmal ein paar tiefe Atemzüge um aus dem „Flucht & Kampf“-Modus (Sympathikus) in den „Ruhe und Verdauung“-Modus (Parasympathikus) zu gelangen. Es lohnt sich wenn Du Dir Zeit zum Essen und gründlichem Kauen nimmst. Nicht nur weil es zu einer besseren Verdauung führt, sondern weil es im Sinne des Achtsamkeitstrainings auch zur Entspannung und zur besseren Lebensqualität beiträgt. In Ruhe nehmen wir eher wahr was uns tatsächlich bekommt, was uns schmeckt und auch wann wir eigentlich satt sind. Nimm Dir auch nach dem Essen ein paar Minuten und frage Dich: Hat mich das was ich gerade gegessen habe befriedigt? Wie groß war meine Lust auf das Essen? Hat es überhaupt geschmeckt und wie bekommt es mir? Wie fühlt sich mein Bauch an nach dem Essen?

Um wieder zu lernen unseren Körper zu spüren und ein Gefühl dafür zu entwickeln zuzuhören helfen zum Beispiel Meditation, Yoga oder autogenes Training oder Spaziergänge in einer grünen Umgebung. All das schult unsere Achtsamkeit. Auch sportliche Betätigungen schärft  die Selbstwahrnehmung. Mit Bewegung und Verbesserung unserer Fitness fängt unser vegetatives Nervensystem an, effizienter zu arbeiten. Wir schulen Bewegungs,-Kraft-, Ausdauer, Koordinationsfähigkeiten und die Atmung. Diese Dinge helfen uns dabei wieder eine Beziehung zu unserem Körper aufzubauen. Sind wir beispielsweise beim Sport nicht mehr so leistungsfähig, wissen wir dass sich eine Grippe anbahnen könnte, wir zu viel Stress haben oder ein Mangel in der Ernährung vorliegt.

In dieser heutigen schnelllebigen Zeit der Ellenbogengesellschaft ist es unglaublich wichtig Selbstfürsorge zu entwickeln und das richtige Maß zu finden. Das gilt für Bewegung und sportliche Aktivitäten, genauso wie für Ernährung, Job und soziale Kontakte.

Begib Dich auf den Weg. Nimm Dir Zeit, horche in Dich hinein, sei geduldig und übe Dich in Achtsamkeit. Hier haben wir kein Ziel. Es ist ein fortschreitender Prozess, an dem wir kontinuierlich und lebenslänglich arbeiten müssen.

Sei gut zu Dir!


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