Die Wahrheit über Fett

fettmit textJahrelang wurde uns erzählt, dass wir Fette meiden sollen. Sie wurden so verpönt, dass wir bereits eine Phobie gegen sie entwickelten. Dabei sind sie lebensnotwendig und für etliche Prozesse im Körper verantwortlich. Tatsächlich ist es so, dass die richtigen Fette uns sogar dabei helfen gesund und schlank zu bleiben. Die Betonung liegt hier auf den „richtigen Fetten“, denn isst Du die falschen Fette wirst Du nicht nur fett, die falschen Fette (vor allem Transfette) tragen zu zahlreichen Erkrankungen und gesundheitlichen Problemen bei.

Die Unterteilung der Fette

Gesättigte Fettsäuren

Tierische Lebensmittel wie Fleisch, Milch, Butter und Wurstwaren enthalten

sogenannte gesättigte Fettsäuren. In den offiziellen Ernährungsempfehlungen

gelten die gesättigten Fettsäuren als Risikofaktor für kardiovaskuläre

Erkrankungen. Aufgrund des aktuellen Stands der Wissenschaft ist diese Aussage

jedoch nicht haltbar (1). Diverse Studien belegen, dass gesättigte Fettsäuren (z.B.

aus Milch, Eiern und Butter) kein kardiovaskuläres Risiko darstellt. Fleisch und

Fleischprodukte aus der Massentierhaltung (z.B. Wurst) liefern aber oft

schädliche bzw. entzündungsfördernde Stoffe (z.B. Hormone, Antibiotika,

Arachidonsäure). Daher sollten hier vorzüglich Bio-Produkte bzw. Wild-Fleisch

verzehrt werden.

Einfach ungesättigte Fettsäuren

Diesen Fettsäuren, die z.B. in Olivenöl oder Avocados enthalten sind, werden

gesundheitspositive Effekte nachgesagt, wie z.B. die

Senkung des LDL-Cholesterins. Wir sollten Sie also in unsere Ernährung aufnehmen.

 

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Die für uns relevanten mehrfach ungesättigten Fettsäuren unterteilen sich

in Omega-6 und Omega-3 Fette. Hier ist vor allem die Aufnahme des richtigen

Verhältnisses beider Fettsäuren relevant.

Die heutige Ernährung ist geprägt durch einen Überschuss an Omega-6-

Fettsäuren, vor allem durch tierische Lebensmittel wie Fleisch und Milchprodukte

und die Verwendung von Omega-6-reichen Fetten wie Distel- oder

Sonnenblumenöl. Lebensmittel, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, werden

hingegen viel seltener verzehrt, haben aber unzählige gesundheitspositive Effekte.

In Fisch, vor allem fetten Meeresfisch, stecken Omega-3-Fettsäuren in ihrer

biologisch wirksamsten Form – als Docosahexaensäure (DHA) und

Eicosapantaensäure (EPA).

„Nicht“ Fischesser müssen jedoch nicht verzagen, denn es muss lediglich die

pflanzliche Form durch Nahrung aufgenommen werden um sich mit genügend

DHA und EPA zu versorgen.

Mit der Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure (ALA), die Vorstufe von DHA

und EPA, kann der Körper es eigenständig in die tierische Form umwandeln.

 

Transfette – Der Teufel unter den „Fetten“

Transfette entstehen immer dann, wenn mehrfach ungesättigte Fettsäuren gehärtet

werden. Dieses Verfahren wird angewendet um mögliche Lagerungszeiten zu

verlängern. Leider kann unser Körper diese veränderten Fette nicht erkennen und

verwertet sie genau wie die essentiellen Fettsäuren. In den Zellmembranen

eingebaut sind sie für vielfältige Zellstörungen bis hin zu Entartungen (Entstehung

von Krebszellen) verantwortlich.

Enthalten sind Transfette vor allem in Fertigprodukten, vielen Gebäcksorten,

Chips, Pommes Frites, Pizza, Eiscreme etc..

FAZIT:

Habe keine Angst vor Fett und füge Fette wie z.B. kaltgepresstes Olivenöl, Leinöl, Walnussöl kalten Speisen (z.B. Salaten) zu. Verwende zum Braten Fette wie das hitzebeständige Kokosöl, Butter, Ghee. Iss Lebensmittel, die Dich mit reichlich Omega 3 Fettsäuren versorgen, wie z.B. fettigem Fisch, aber auch grünes Gemüse und einigen Samen (wie Chia-Samen) weisen einen hohen Anteil an Omega-3 Fettsäuren auf. Beim Fisch empfehle ich Wildfang. Um Schwermetallbelastungen zu vermeiden achte hier auf Zertifizierungen wie „MSC-Gütesiegel“ oder „Friends of the sea“.  Besonders wichtig: Vermeide konventionelles Fleisch und Milchprodukte sowie Lebensmittel, die Transfette enthalten, wie Plätzchen, Kekse, Chips, Pizza, Pommes und viele Sorten von Margarine.

Bleib gesund!

Deine Isabel

 

(1) Skeaff CM, Miller J.: Dietary fat and coronary heart disease: summary

of evidence from prospective cohort and randomised controlled trials. Ann

Nutr Metab 2009;55:173-201.

 

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